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Deutsche Postbank erwartet Verlust, kündigt Kapitalerhöhung an 27.10.2008
aktiencheck.de
Bonn (aktiencheck.de AG) - Die Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) geht in Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise von einem Verlust für das dritte Quartal aus und kündigte im Anschluss ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der Kapitalbasis an.
Wie das im DAX30 notierte Kreditinstitut am Montag erklärte, habe man im dritten Quartal "trotz einer weiterhin positiven Entwicklung im operativen Kundengeschäft" ein negatives Vorsteuerergebnis von 449 Mio. Euro verbuchen müssen. Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres weise das Kreditinstitut damit ein Vorsteuerergebnis von -112 Mio. Euro aus.
Wie der Finanzkonzern weiter ausführte, hatte die Postbank im dritten Quartal Belastungen aus ihrem Engagement bei der unter Gläubigerschutz gestellten US-Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. (ISIN US5249081002 / WKN 891041) in Höhe von insgesamt 364 Mio. Euro zu verbuchen. Daneben belasteten Wertkorrekturen auf Aktien- und Investmentfonds-Bestände (65 Mio. Euro) sowie strukturierte Kreditprodukte (47 Mio. Euro). Belastungen aus der Neubewertung eingebetteter Derivate aus dem strukturierten Kreditersatzgeschäft hatten negative Effekte von 201 Mio. Euro zur Folge.
Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates als Teil seines Aktionsplans beschlossen, noch im vierten Quartal eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Dabei werde das von der Hauptversammlung 2006 beschlossene genehmigte Kapital mit Bezugsrecht in Höhe von 54,8 Millionen Aktien voll ausgeschöpft. Der Bezugspreis für die Emission wird auf 18,25 Euro festgelegt. In diesem Zusammenhang habe sich die Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004 / WKN 555200) als Mehrheitsaktionärin der Deutschen Postbank dazu verpflichtet, den gemäß ihrer Beteiligung in Höhe von 50 Prozent plus eine Aktie auf sie entfallenden Anteil dieser Emission zum Bezugspreis zu zeichnen. Außerdem habe sich die Deutsche Post verpflichtet, sämtliche Aktien aus der Kapitalerhöhung, die nicht anderweitig platziert werden können, zum Bezugspreis aufzunehmen.
Nach Abschluss der geplanten Kapitalerhöhung würde die Kernkapitalquote auf Basis eines Bezugspreises von 18,25 Euro bei 6,9 Prozent (pro forma) liegen. Um die Kapitalbasis darüber hinaus weiter zu festigen, plant der Vorstand derzeit, den Aktionären der Postbank auf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung im April 2009 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende auszuschütten, hieß es weiter.
Die Aktie der Deutschen Postbank notiert aktuell mit einem Minus von 14,71 Prozent bei 16,00 Euro. (27.10.2008/ac/n/d)
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